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2021
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NATURHEILMITTEL

Thermalwasser I Radon I Heilwasser

THERMALWASSER

Thermalwasser ist nach den Bestimmungen Deutschlands grundsätzlich erst einmal normales Grundwasser. Allerdings tritt so bezeichnetes Wasser immer mit einer höheren Temperatur als 20°C an einer Quelle aus und erlangt somit die Funktion und Bezeichnung als "Thermalwasser". Das Bad Füssinger Thermalwasser tritt zum Beispiel mit einer Austrittstemperatur von 56°C aus 1.000 Metern Tiefe auf. Durch die einzigartige Zusammensetzung aus Mineralien, gelösten Salzen und Schwefel eignet es sich ideal für verschiedenste Bade- und Heilzwecke. Die hohe Wirksamkeit von Thermalwasser lässt sich durch den allseitigen hydrostatischen Druck im Wasser sowie die Temperatur zurückführen. Durch diese zwei Komponenten können viele Krankheitsbilder gelindert und sogar geheilt werden. Dazu gehören unter anderem: Gewebeentwässerung, Aktivierung des Stoffwechsels, Muskelentspannung, Verbesserung der Venenfunktion und somit Durchblutungszunahme, Arthrose, Rheuma, Stress und psychosomatische Störungen.  

RADON

Radon wirkt in seinen Eigenschaften als geruchs-, geschmack- und farbloses Element sowie als allgegenwärtiger Bestandteil der Atemluft zunächst nicht wie ein klassisches Naturheilmittel. Doch das leicht radioaktive Edelgas hat es in sich: Beispielsweise durch Inhalation gelangt das Radon in den Blutkreislauf und dadurch in sämtliche Körperregionen, wo es permanent eine schwache Alphastrahlung abgibt. Diese wirkt schmerzlindernd und entzündungshemmend auf den Organismus. Natürliche Radonstollen und –bäder, die entsprechende Anwendungen anbieten, sind sehr rar gesät. In Bayern ist Bad Steben bekannt für seine Radonvorkommen.

HEILWASSER

Als Heilwasser bezeichnet die Medizin natürliche Wasservorkommen, die unterirdisch entspringen und direkt am Quellort abgefüllt werden müssen. Mit speziellen Inhaltsstoffen wie Mineralien oder Spurenelementen gilt Heilwasser als eines der ältesten Naturheilmittel überhaupt und wirkt vorbeugend, lindernd und heilend auf unterschiedliche Bereiche des Körpers – sowohl getrunken, als auch als Bad. In Deutschland gibt es rund 60 Orte, die zugelassenes Heilwasser fördern - in Bayern gehören dazu beispielsweise Weißenstadt, Bad Wiessee und Treuchtlingen.