WLD@heart
ITB Berlin NOW 2021
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Ausblick@heart

Im „Wilde Talk“ zum Thema „Quo vadis Tourismus?“ unterhielten wir uns mit Susanne Müller vom Fränkischen Weinland, Patrick Riedlsperger von Zell am See-Kaprun Tourismus, Irakli Gogadze von Victor’s Residenz-Hotels, Michael Gerber von der GaPa Tourismus GmbH sowie Tina Groth-Müller von der Hessischen Hausstiftung:

Susanne Müller, Fränksiches Weinland: „Reisemotive wie Kulinarik oder Gesundheit rücken aktuell immer mehr in den Vordergrund. Im Fränkischen Weinland werben wir schon lange mit dem Slogan ‚Aktiv erleben und genießen‘, und wir sind damit auch im vergangenen Sommer sehr gut gefahren.“

Patrick Riedlsperger, Zell am See-Kaprun Tourismus: „Die Herausforderungen aus dem vergangenen Jahr haben uns zu einer noch stärkeren Fokussierung bewegt. Wir konnten im vergangenen Sommer viele neue Gäste - vor allem aus Deutschland und Österreich - für unsere Produkte begeistern, insbesondere für das Outdoor- und Sportangebot.“ 

Irakli Gogadze, Victor's Residenz-Hotels: „Durch die Pandemie hat Urlaub und insbesondere Urlaub in Deutschland eine vollkommen neue Bedeutung erhalten. Dadurch hat sich das Saarland im vergangenen Jahr zu einer Art Geheimtipp entwickelt, und wir konnten uns über viele neue Gäste abseits der Ströme an den Küsten oder den Bergen freuen. 

Michael Gerber, GaPa Tourismus GmbH: „Wir hatten in den vergangenen Monaten, in denen man reisen durfte, gefühlt doppelt so viele Tagesgäste wie normalerweise, während die internationalen Gäste verständlicherweise weitgehend ausblieben. Corona ist dabei allerdings nicht uneingeschränkt eine Chance für das große Thema Sustainability - wenn man sieht, wie sich die Menschen derzeit teilweise im Naturraum bewegen, bekommt man nicht zwingend den Eindruck, dass das viel beschworene neue Bewusstsein für die Nachhaltigkeit im Alltag auch tatsächlich so praktiziert wird.“ 

Tina Groth-Müller, Hessische Hausstiftung: „Viele Hotels positionieren sich heute selbst als Destinationen und ziehen mit ihrem Erlebnischarakter und attraktiven Angebot die Reisenden an. Der Gast hat sich insofern verändert, als dass sein Anspruch an den Urlaub heute ein anderer ist. Sofern es interessant ist, darf das Erlebnis auch vor der Haustür stattfinden – das haben wir an der Vielzahl hessischer Gäste im Schlosshotel Kronberg im vergangenen Jahr gesehen.“